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Antideutsche Gruppen aus NRW - 12.04.2003
Euer Frieden ist nur ein anderer Krieg!
Gegen die deutsche Friedensvolksgemeinschaft

Am vergangenen Mittwoch, den 9. April 2003, wurde Bagdad durch alliierte Truppen unter dem Jubel tausender Menschen von der Herrschaft des faschistischen Ba’th-Regimes befreit. Die Symbole der verhassten Diktatur wurden niedergerissen, Parteizentralen und andere Regierungseinrichtungen gestürmt und teilweise ausgeräumt. Sowohl innerhalb des Irak - von Basra bis Mossul - als auch bei den Exil-IrakerInnen gab es Bekundungen der Freude und Erleichterung über das Ende des Regimes von Saddam Hussein.

Die von der Friedensbewegung mehr herbeigesehnten als befürchteten Horrorszenarien - ein lange währender Krieg mit Millionen von Toten in der Zivilbevölkerung, ein „Flächenbrand“ im gesamten Nahen Osten, die viel beschworene „humanitäre Katastrophe“ - sind nicht eingetreten. Doch anstatt aus diesen Tatsachen die Konsequenz zu ziehen, dem durchaus eigennützig motivierten Feldzug der Alliierten angesichts der Beseitigung einer der schlimmsten Diktaturen nach dem Nationalsozialismus etwas Positives abzugewinnen, gilt der deutschen Friedensbewegung ein US-amerikanisch geführter Krieg weiterhin apriori als quasi-faschistische Veranstaltung.

Der Sturz des Ba’th-Regimes bedeutet vor allem auch mehr Sicherheit für Israel, insofern einer der Hauptfinanziers der antisemitischen Al-Aqsa-Intifada und eine der größten militärischen Bedrohungen Israels ausgeschaltet wurde. Die Friedensbewegung hingegen - von den Israel-Hassern von attac bis hin zur linksradikalen Antifa, die zu den antisemitischen Friedensbekundungen schweigt und mitmarschiert - ergeht sich in deutschtümelnder Rhetorik, indem sie „Montagsdemonstrationen“ organisiert und in den alliierten Militärschlägen die Bombardierung von Dresden wiedererkennt, also den traditionellen und typisch deutschen Opfermythos kultiviert. Dieser Opfermythos benötigt die USA und Israel als stets von vornherein feststehende übermächtige Täter, genauso wie wahlweise das palästinensische oder das irakische „Volk“ als Opfer, mit dem man sich identifizieren kann.

Insofern bedeutet die Befreiung des Irak auch eine schwere Niederlage für die deutsche Regierung, ihre Friedensvolksgemeinschaft und damit auch für die deutsche Linke. Diese hat wieder einmal gezeigt, dass sie in ihrer unheilbaren Massenverliebtheit auch mit reaktionären Kräften zu kollaborieren bereit ist und damit einen Teil der globalen Intifada gegen die USA und Israel darstellt.

Solange sich das Leiden an den herrschenden Verhältnissen nicht gegen diese selbst richtet, sondern sich in reaktionären Reflexen gegen Sündenböcke eines prinzipiell subjektlosen Prozesses kapitalistischer Vergesellschaftung entlädt, haben KommunistInnen bürgerliche Zustände gegen Versuche ihrer barbarischen Aufhebung zu verteidigen.

Gegen Antisemitismus, Antizionismus und Antiamerikanismus!
Weg mit dem Baath-Regime!
Nieder mit Deutschland!
Solidarität mit Israel!


Antideutsche Gruppen aus NRW

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